Findelkind

Anfang Mai fanden mein Mann und meine Tochter eine kleine Yorkiehündin (Ashley etwa 12 Jahre alt) am Straßenrand einer Bundestraße. Die beiden glauben ihren Augen nicht zu trauen und hatten Mühe die kleine Maus einzufangen, bevor schlimmeres passierte. Sie war in einem sehr schlechtem Allgemeinzustand, die zitterte und biss vor lauter Angst um sich , man konnte sie kaum anfassen ohne das bei ihr die Panik ausbrach. Direkt nach dem einsammeln fuhren meine zwei Helden mit ihr zum Tierarzt um nachschauen zu lassen, ob sonst alles mit ihr in Ordnung ist, aber vorher haben sie an der nahegelegenen Tankstelle bescheid gesagt und gefragt ob jemand einen kleinen Hund vermissen würde. Fehlanzeige! Sie hatte weder ein Halsband noch war sie tätowiert oder hatte einen Chip. Bei Tierarzt wurden ihr etliche Zecken entfernt und man stellte fest das ihre Hornhaut vom rechtem Auge verletzt ist.

Obwohl sie sehr klein ist (Schulterhöhe 16 cm), konnte sie sich gegen meine zwei Mäuse super durchsetzen. Sissi hatte die ersten zwei Tage einen großen Bogen um sie gemacht, sie war ihr am ersten Tag zu stürmisch begegnet und hat dann auch gleich von Ashley eins auf die Nase bekommen. Peppino war da schon souveräner er hat sie die meiste Zeit gewähren lassen, nur wenn es gar nicht mehr ging wurde sie auch mal zurecht gewiesen.

Die Spaziergänge waren in dieser Zeit sehr kurz, da die kleine Maus gar nicht so weit, viel und schnell laufen konnte. Meine Mäuse mussten diese Tage an ausgelassenen Spaziergängen doch schon arg zurück stecken.

Für ein paar Tage waren wir ihre Pflegfamilie, bis wir übers Tierheim ihren Besitzer gefunden und sie wohlbehalten zu ihm zurück gebracht. Die Freude war auf beiden Seiten sehr groß. :-))